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iMONET

Betriebsanlagenüberwachung für sicheren Netzbetrieb

Projektstatus
Begonnen
Das Energienetz der Zukunft vereint erneuerbare Energien, konventionelle Kraftwerke und intelligente Verbraucher.
© Siemens AG
Das Energienetz der Zukunft vereint erneuerbare Energien, konventionelle Kraftwerke und intelligente Verbraucher.
© Siemens AG

Der Netzausbau stellt auch die Überwachung von Betriebsmitteln vor neue Herausforderungen. Im Projekt iMonet wollen Forscher ein Messverfahren entwickeln, das in Hochspannungssystemen sowohl punktförmige als auch verteilte Sensoren auslesen kann. Ein Ziel ist dabei, eine höhere Netzsicherheit auch bei kritischen Betriebszuständen zu ermöglichen. Dazu möchten die Projektpartner ein sogenanntes integriertes faseroptisches Netzwerk verwenden. Das bedeutet, die Sensoren sind über Lichtwellenleiter miteinander verbunden, was den Kabelaufwand der Messtechnik erheblich verringert. Die Auswertegeräte befinden sich ebenfalls in diesem Netzwerk und können die einzelnen Sensoren abfragen und auswerten.

Grundsätzlicher Aufbau des Projekts iMonet. Im Bild sind die Punkt- und verteilte Sensoren markiert.
© Siemens AG 2012 | Energy Sector
Grundsätzlicher Aufbau des Projekts iMonet. Im Bild sind die Punkt- und verteilte Sensoren markiert.
© Siemens AG 2012 | Energy Sector

Im Rahmen von iMonet kommen verteilte und konzentrierte Sensoren zum Einsatz. Konzentrierte – oder punktförmige – Sensoren haben den Vorteil, dass sie sehr exakte Messungen ermöglichen. Der Nachteil daran ist, dass zu jedem Sensor ein Kabel führt, was den Aufwand erhöht. Verteilte Sensorsysteme messen zum Beispiel entlang eines Kabels die Temperatur und liefern eine Auflösung im Meterbereich. Zwar lässt sich so der Kabelaufwand gering halten, die Genauigkeit der Messung reicht in einigen Fällen aber nicht aus. Daher konzentrieren sich die Wissenschaftler des Projekts auf eine Kombination aus beiden Systemen, was zu einer möglichst hohen Genauigkeit bei einem möglichst geringen Verkabelungsaufwand führt.

Die Sensoren und Leitungen des faseroptischen Netzwerkes sollen zudem in die Betriebsmittel der Hochspannungstechnik integriert werden. Was auf den ersten Blick trivial klingt, ist bei einer weiteren Betrachtung wesentlich komplexer: Würden die Sensoren und Leitungen ohne genaue Kenntnisse der Hochspannungsbauteile angebracht werden, würde das die Funktion der Anlagen gefährden. Hochspannungstechnische Aspekte spielen daher eine wesentliche Rolle bei der Integration der Messtechnik in das Gesamtsystem. Bei einer guten Auslegung können integrierte Bauteile aber vorteilhaft sein. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Integration von Lichtwellenleitern in einen Isolationsschützer.

Erste Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2015 erwartet.

Projektlaufzeit

08/2014 – 07/2017

Kontakt

Dr. Thomas Bosselmann
Projektleiter
Siemens AG
Günther-Scharowsky-Str. 1
91058 Erlangen
+49(0)9131-7-31745
+49(0)9131-7-32164

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.

Basisinformationen

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