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NSON

Offshore-Netze in der Nordsee etablieren

Projektstatus
Begonnen
Offshore-Windparks erzeugen viel Energie - diese muss allerdings noch an die Küste transportiert und im Land verteilt werden.
© vschlichting - Fotolia

Ziel dieses Projektes ist die Analyse und Bewertung unterschiedlicher Markt- und Netzanbindungsvarianten eines Offshore-Stromnetzes hinsichtlich deren Auswirkungen auf das deutsche sowie auch das übergeordnete europäische Energieversorgungssystem. Mit Hilfe von energiewirtschaftlichen Simulationen, neuartigen mathematischen Optimierungsmodellen und -verfahren sowie Analysen des europäischen Energiesystems untersuchen die Projektteilnehmer im Rahmen dieses Vorhabens die Machbarkeit und die energiewirtschaftlichen Implikationen verschiedener Offshore-Netz-Konzepte.

Die dabei berücksichtigten Aspekte umfassen die Verbindung von Synchron-/Marktgebieten, die Planung und den Betrieb vermaschter Multi-Terminal HGÜ-Netze für verschiedene Anwendungen, die Anbindung existierender Speicherkapazitäten in Norwegen und Großbritannien sowie die Integration neuartiger Offshore-Speicherkonzepte für die Bereitstellung von Ausgleichs- und Flexibilitätsmöglichkeiten für den sicheren Netzbetrieb.

Speicherbedarf wird ermittelt, größere Flexibilität des Gesamtsystems

Die Ingenieure arbeiten die generellen Vor- und Nachteile unterschiedlicher Netzanbindungs- und Marktkonzepte eines North Sea Offshore Networks (NSON) für einzelne Länder sowie auch für die Gesamtregion heraus. Als Teil der Ergebnisse wollen sie die Kosten und Treibhausgasminderungspotenziale der Stromerzeugung und des -verbrauchs aufzeigen. Zudem werden sie die notwendigen Übertragungsleistungen und Netzauslastungen sowie die potenzielle Bedarfsminderung von zusätzlichen Speicherkapazitäten eines solchen NSON in allen beteiligten Ländern ermitteln. Die infolge des NSON erschlossenen zusätzlichen Anbindungskapazitäten verleihen dem Gesamtsystem mehr Flexibilität, die ebenfalls im Rahmen der Ergebnisse bewertet werden soll. Die neu entwickelten mathematischen Optimierungstechniken liefern als methodische Bausteine zudem ein wichtiges und leicht wiederverwendbares Instrument für die Lösung der hochkomplexen Planungsprobleme beim Aufbau und Betrieb künftiger Energieübertragungsnetze.

Darüber hinaus werden unter Verwendung von Lastflussrechnungen Rückwirkungsanalysen für das deutsche Übertragungsnetz durchgeführt, welche aus der Integration eines Offshore-Netzes und der möglicherweise hervorgerufenen Grenzwertüberschreitungen im Netzbetrieb resultieren können. Die im Projekt zu entwickelnden Methoden liefern die Datengrundlage für über das Projekt hinaus verwertbare Untersuchungen zur Engpassbewirtschaftung und zur Behebung von Spannungsbandverletzungen im Übertragungsnetz. Hieraus können notwendige Investitionen in nationale Übertragungsinfrastruktur und Netzausbaubedarfe identifiziert werden.

Projektlaufzeit

10/2014 - 09/2017

Kontakt

Dr.-Ing. Stefan Bofinger
Verbundkoordinator
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)
Königstor 59
34119 Kassel
+49 561 7294-371

Links

Projektvorstellung auf der Homepage des Fraunhofer IWES
http://www.nson-project.de

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.

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