englisch
PV-Regel

Regelleistung mit PV-Anlagen für stabilen Netzbetrieb

Projektstatus
Begonnen
PV-Anlage der SMA Solar Technology AG
Im Projekt PV-Regel untersuchen die Forscher, wie gut sich Photovoltaik-Anlagen zur Regelleistungsbereitstellung eignen. Quelle: SMA Solar Technology AG

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, herauszufinden, in welcher Form die unterschiedlichen PV-Systeme zukünftig zur Regelleistungserbringung beitragen können. Die Projektpartner untersuchen dabei Anlagen unterschiedlicher Größen: von privaten Kleinanlagen bis hin zu großen Photovoltaik-Kraftwerken. Damit Photovoltaik-Anlagen am Regelleistungsmarkt teilnehmen können bedarf es geeigneter technischer Lösungen, die die Ingenieure nach der Entwicklung in einem Feldtest überprüfen möchten.

Die Wissenschaftler wollen einerseits vor einem internationalen Hintergrund Grundlagen erforschen. Darüber hinaus möchten Sie Rahmenbedingungen für eine volkswirtschaftlich optimale Teilnahme von Photovoltaik-Anlagen am Regelleistungsmarkt definieren. Dabei wollen sie innovative PV-Kraftwerkslösungen realisieren, die Regelleistung liefern können. In diesem Zuge wollen sie auch einen momentan-reservefähigen Megawatt-Batteriewechselrichter erproben und praxistaugliche Systemlösungen für die Regelleistungserbringung mit dezentral verteilten PV-Kleinanlagen schaffen und evaluieren. Zunächst behandeln sie dabei eine dreistellige Anzahl von Anlagen, in späteren Anwendungen ist es aber auch denkbar, tausende von Anlagen zu betrachten. Neben der Regelleistungserbringung wollen die Forscher untersuchen, inwieweit PV-Anlagen zum Netzwiederaufbau geeignet sein können. Dazu untersuchen sie zum Beispiel die Netzanschlussbedingungen, Kommunikationsschnittstellen, Präqualifikation, Dynamisches Verhalten oder die Verfügbarkeit.

Veränderungen des gesamten Stromversorgungssystem Berücksichtigen

Doch was passiert, wenn Photovoltaik einen Beitrag zur Regelleistung erbringt? Die bisher genutzten Quellen für den schnellen Lastausgleich müssen weniger Leistung vorhalten. Das bedeutet, dass sich das gesamte Stromversorgungssystem ändern kann. Das wollen die Forscher untersuchen und Möglichkeiten für eine Optimierung des gesamten Systems überprüfen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Punkte wie Wechselwirkungen mit anderen erneuerbaren Energieträgern oder geändertes Lastverhalten. Erste Ergebnisse erwarten die Projektpartner für Ende 2015.

Projektlaufzeit

08/2014 – 07/2017

Kontakt

Daniel Premm
Projektleiter
SMA Solar Technology AG
Sonnenallee 1
34266 Niestetal

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.

Basisinformationen

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