englisch
MONA 2030

Stromnetze wirtschaftlich optimieren

Projektstatus
Begonnen
LOGO des Projektes MONA 2030 © Forschungsstelle für Energiewirtschaft
© Forschungsstelle für Energiewirtschaft

Ziel des Projekts MONA 2030 ist der systemübergreifende Vergleich netzoptimierender Maßnahmen. Dieser Vergleich soll einen wesentlichen Beitrag zur vorausschauenden Netzplanung liefern, die die  verschiedenen Facetten der Energieerzeugung entsprechend berücksichtigt.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die zunehmende Einspeisung regenerativer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze. MONA konzentriert sich auf einen möglichst wirtschaftlichen Einsatz verschiedener Maßnahmen zur Netzoptimierung. Zwei Fragen stehen im Fokus:

  1. Welche technischen Möglichkeiten bieten unterschiedliche Maßnahmen und Technologien zur Netzentlastung und zur Verringerung des Netzausbaubedarfs?
  2. Welche dieser Maßnahmen reduzieren nachhaltig Kosten und Aufwand des Netzausbaus?

Als Ergebnis wollen die Entwickler eine Merit Order von netzoptimierenden Maßnahmen in Abhängigkeit eines Szenarios und eines entsprechenden Typnetzes erstellen. Sie möchten dabei die generierten Einzelergebnisse gegenüberstellen und so Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen für das Gesamtsystem geben können. Das Projekt umfasst vier Arbeitspakete:

Szenario Analyse - Um ein Fundament für den langfristigen Planungshorizont des Netzausbaus und -betriebs sowie für Investitionsentscheidungen zu schaffen, entwickeln die Projektpartner verschiedene Szenarien. Diese Szenarien stellen den Rahmen für die Entwicklung der Merit Order dar. Aus diesem Grund greifen die Entwickler nicht auf bereits vorhandene Energie-Szenarien zurück, sondern entwickeln sie speziell für den Einsatzzweck des Projektes – dem systemübergreifenden Vergleich netzoptimierender Maßnahmen.

Basisdaten - Um trotz der vielfältigen Netz- und Versorgungsstrukturen eine gemeinsame Bewertungsgrundlage für Maßnahmen zur Netzentlastung zu schaffen, sollen Typnetze klassifiziert und regionale Lastgänge und Erzeugungsgänge sowie Profile ermittelt werden.

Vergleich von netzoptimierenden Maßnahmen - Als Entscheidungsgrundlage für betroffene Akteure wie Energieversorger oder Netzbetreiber wollen die Entwickler neue Möglichkeiten zur Netzentlastung wissenschaftlich analysieren, praxisnah begleiten und anschließend vergleichen. Dabei umfasst der Begriff "netzoptimierende Maßnahme" alle Maßnahmen betrieblicher, technischer und regulatorischer Natur, die sich zur Optimierung des Netzausbaus heranziehen lassen.

Erstellung der Merit Order - Mit dem Ziel einer vorausschauenden, ganzheitlichen Netzplanung – unter Berücksichtigung aller relevanten Maßnahmen zur Netzentlastung – muss der Einsatz dieser Maßnahmen effizient und kostenoptimiert gestaltet werden. Ziel ist es, eine entsprechende Bewertungsgrundlage zur Verfügung zu stellen, die übertragbar und skalierbar ist, sodass sich Handlungsempfehlungen für eine ganzheitliche Netzplanung in ganz Deutschland ableiten lassen.

Die Projektmitarbeiter um Projektleiter Prof.-Ing. Wolfgang Mauch stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Das sind einerseits Unsicherheiten in Bezug auf künftige Rahmenbedingungen, aber auch die Tatsache, dass noch keine systemübergreifende Datenbasis als Grundlage zur Maßnahmenbewertung existiert. Es liegt weiterhin eine Vielzahl an Maßnahmen vor, die klassifiziert und vergleichbar gemacht werden müssen. Dabei fehlt jedoch ein Leitfaden zur systemübergreifenden Vergleichbarkeit und Bestimmung des systemübergreifenden Nutzens.

Der zeitliche Projektverlauf im Detail

Das Projekt läuft vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2017. Die Szenario Analyse wird hierbei in einem zeitlichen Rahmen von circa anderthalb Jahren bearbeitet, ebenso das Arbeitspaket der Basisdaten. Die Maßnahmenklassifizierung ist über einen Zeitraum von rund zwei Jahren angesetzt. Weiterhin zieht sich das Arbeitspaket Merit Order über die komplette Projektlaufzeit von drei Jahren.

Laufzeit

10/2014 – 09/2017

Kontakt

Prof. Dr.-Ing .Wolfgang Mauch
Projektverantwortlicher
FfE Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V
Am Blütenanger 71
80995 München

Links

Projektseite der FfE
mit weiterführenden Informationen

Merit Order
Das Vorgängerprojekt zu MONA 2030 endete im Februar 2016

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.

Basisinformationen

Wer bestimmt wann und wo eine Leitung in Deutschland gebaut wird? Der Netzausbau ist streng geregelt. Hier gibt es einen Überblick über das Verfahren.

MEHR

Wie ist unser Stromnetz aufgebaut? Was für Netzformen gibt es? Was bedeuten Versorgungssicherheit und -qualität?

MEHR

Was bedeutet Gleich-, was bedeutet Wechselstrom? Wo sind die Unterschiede, was sind die Vor- und Nachteile?

MEHR

Virtuelle Kraftwerke, aktive Verteilnetze, intelligente Zähler und adaptive Schutzsysteme. Hier gibt es Informationen zu den wichtigsten Punkten eines Smart Grid.

MEHR

Die erzeugte Energie muss in einem Netz immer gleich der verbrauchten Energie sein. Das zu gewährleisten ist Aufgabe der Systemdienstleistungen.

MEHR